In der Typologie spricht man von unterschiedlichen Temperamenten oder Lebensenergien, den sogenannten Doshas:

  • Vata (Wind, Luft und Äther Pneuma), das Bewegungsprinzip
  • Pitta (Feuer und Wasser, Chole), das Feuer- bzw. Stoffwechselprinzip
  • Kapha (Erde und Wasser, Phlegma), das Strukturprinzip

Dosha bedeutet wörtlich übersetzt „(den Körper) beeinflussende Faktoren“, vereinfacht „Bioenergien“. Diese kommen nach ayurvedischer Vorstellung in jedem Organismus vor.

Dabei dominieren meist ein oder zwei Doshas, seltener alle drei. In einem gesunden Organismus sollten sich diese „Energien“ oder „Temperamente“ in einem harmonischen Gleichgewicht befinden.

 

Es ist für die Therapeuten wichtig zu wissen, welche Doshas bei einem Menschen vorherrschen, weil jeder Typ andere Behandlungen benötigt. Die Therapeuten stellen das aktuelle Verhältnis der Doshas zueinander mittels einer eigenen Pulsdiagnose (Nadivigyan) fest. Wie das Verhältnis der Doshas zueinander sein sollte, wird aus dem astrologischen Horoskop des Patienten (Prakriti-Analyse) abgeleitet. Um diese rechte Balance wiederherzustellen und angesammelte Schlacken auszuleiten, werden bestimmte Reinigungsverfahren (Panchakarma) verwendet.